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Bittere Zucchini

Synonyme: Cucurbita pepo

Giftigkeit : gering giftig

Giftig durch: Wildformen der Kürbisgewächse produzieren die Bitterstoffe Cucurbitacine, Zuchtformen in der Regel nicht. Aber durch Pflanzenstress, Rückkreuzung (Eintrag von Wildpollen), Spontanmutationen und möglicherweise gehäuft in heißen, trockenen Sommern kann es auch bei Zuchtformen zur Anreicherung von Cucurbitacinen v.a. in Zucchini kommen, die dann für den bitteren Geschmack verantwortlich sind. 

Symptome: Nach den Erfahrungen des Giftnotrufs Bonn (> 100 Fälle) treten in bis zu 50% der Fälle leichte Symptome auf. Weder bei Kindern noch bei gesunden Erwachsenen sind bisher schwere Verläufe beschrieben. Symptome sind: Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Aufstoßen, Durchfall Magenkrämpfe, sehr selten ist wässriger, teils auch blutiger Durchfall. In einem Einzelfall bei einem schwer vorerkrankten und schon betagten Mann und vermutlich größerer Menge mit „überbordender Bitterkeit“ führte der schwere Durchfall zu weiteren Darmproblemen und lebensbedrohlichen Folgeerscheinungen, die im Zusammenspiel mit der Grunderkrankung Diabetes mellitus zum Tode führten.

Kritische Dosis: Nicht bekannt.

Erste Hilfe:

Evtl. innerhalb der 1. Stunde Medizinalkohle bei größeren Mengen.
Eine stationäre Überwachung ist nur bei sehr ausgeprägten Symptomen und/oder bei sehr starker Bitterkeit, größeren Mengen, höherem Alter oder Vorerkrankungen zu überlegen.


 

 

 

 

 

 

© Informationszentrale gegen Vergiftungen NRW

Photo: Prof. Dr. Wilhelm Barthlott, Botanischer Garten
der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

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