Logo gizbonn
Notfall?
24/7 Telefonische Hilfe
 

Gefahren durch Rauschpilze

Reines Psilocybin bewirkt auch bei langjährigem Gebrauch in üblicher Dosierung keine ernsthaften Organschäden. Allerdings hat Psilocybin und auch andere in den Pilzen enthaltene Wirkstoffe (z.B. Baeocystin, Bufotenin) eine neurovegatative Wirkung (vergleiche körperliche Anzeichen). Neben Atembeschwerden, Blutdruck- und Pulsveränderungen kann man auch eine gefährliche Erhöhung der Körpertemperatur beobachten. In heißer Umgebung z.B. Diskothek trocknet der Körper durch eine übermäßige Schweißproduktion aus, und es kommt zu einem Hitzschlag. Dieses tritt besonders bei zusätzlichem Gebrauch von Ecstasy und Speed auf.

Neben den Halluzinationen können außerdem durch die psychotrope Wirkung insbesondere bei höheren Dosen verdrängte traumatische Erlebnisse aus dem Unterbewußtsein wieder an die Oberfläche gelangen, wo sie ohne fremde Hilfe unter Umständen nicht mehr verarbeitet werden können. Das kann bei psychisch labilen Personen zu starken Angst- und Panikzuständen führen.

Eine physische (körperliche) Abhängigkeit bei regelmäßigem Konsum von Psilocybin ist nicht beschrieben, eine psychische Abhängigkeit kann aber prinzipiell nicht ausgeschlossen werden.

Schließlich muß auf das generelle Risiko bei selbstgesammelten Pilzen hingewiesen werden. Wer Pilze zur Aufmunterung des Gaumens (z.B. Pfifferlinge, Steinpilze) oder des Gehirns (halluzinogene Pilze) sammelt, sollte selbstverständlich ihr Aussehen kennen. Am besten schließt man sich erfahrenen Pilzsammlern bei der Suche an. Verwechslungen mit (tödlich) giftigen Pilzen sind zumindest beim spitzkegeligen Kahlkopf (Psilocybe semilanceata) kaum möglich. Verschiedene psilocybinhaltige Inocybearten können aber von unerfahrenen Sammlern sehr leicht mit hochgiftigen Arten der gleichen Pilzgattung (Rißpilze, Pilzgift Muskarin) verwechselt werden. Bei auf Holzresten wachsenden Psilocybearten (z.B. P. stuntzii) besteht zudem Verwechslungsgefahr mit Gallerinaarten, die eventuell tödliche Mengen Amanitin (Knollenblätterpilzgift enthalten). Wie bei jedem Verdacht auf eine Pilzvergiftung ist es ratsam, ein Exemplar der verspeisten Pilze aufzubewahren, und eine Giftinformationszentrale um Rat zu fragen.

Gesammelte Pilze sollten prinzipiell schnell verzehrt werden, da sich Pilzeiweiße recht bald zu gefährlichen Toxinen zersetzen und alte Pilze auch ein bevorzugtes Substrat für Schimmelpilze darstellen, die wiederum krebserzeugende Aflatoxine bilden können.

Aber auch gekaufte Pilze haben ihre Nachteile. Zum Teil handelt es sich bei den "Psilos" um ganz gewöhnliche getrocknete Pilze, denen von geschäftstüchtigen Panschern etwas billiges LSD zugesetzt wurde.

Wegen der unvorhersehbaren Wirkung und der zum Teil gravierenden Nebenwirkungen raten wir grundsätzlich von dem Verzehr von halluzinogenen Pilzen ab.

Berlin:

030 / 19240

Erfurt:

0361 / 730 730

Freiburg:

0761 / 19240

Göttingen:

0551 / 19240

Homburg:

06841 / 19240

Mainz:

06131 / 19240

München:

089 / 19240

Link