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Levanteotter (Vipera lebetina)

Vorkommen/Verbreitung:
Die zu den asiatischen und nordafrikanischen Giftschlangen zählende Levanteotter gehört zu den gefährdeten Arten und steht unter Schutz. Man findet sie auf den griechischen Inseln, in Vorderasien und Nordafrika. Sie bevorzugen steinige, mit Gebüsch bewachsene, halbtrockene Hänge, gelegentlich auch Felder, Wiesen und Gärten. Sie leben bis in Höhen von 1500m, selten auch bis 2000m. Die Levanteotter ist sowohl tag- als auch dämmerungsaktiv.

Typische Merkmale:
Wie die meisten asiatischen und nordafrikanischen Giftschlangen hat auch die Levanteotter einen massiven, ausgeprägt dreieckigen Kopf mit abgerundeter Schnauzenspitze, der Kopf ist vom Körper deutlich abgesetzt. Sie ist die größte in Europa vorkommende Giftschlange. Charakteristisch für die Levanteotter ist die nahezu vollständig aufgelöste Körperzeichnung aus Zackenbändern, Querbändern oder Augenflecken. Das Rückenband ist oft dunkler gerandet bei Grundfarben in Rot-, Gelb-, Grau und Brauntönen.

Gefahr:
Vergiftungen durch Schlangenbisse passieren vorwiegend in den warmen Sommermonaten, meist provoziert durch unnötiges Anfassen der Tiere, gelegentlich aber auch beim Beerensammeln oder Barfußlaufen.

Symptome:
Lebensbedrohliche oder etwa tödliche Schlangenbisse sind ausgesprochen selten; meist kommt es nur zu lokalen Vergiftungserscheinungen. Schmerzen sind in der Regel nicht stark ausgeprägt, dahingegen tritt in den ersten zwei Stunden nach Schlangenbiß regelmäßig eine Schwellung auf, die sich der Schwere der Vergiftung entsprechend mehr oder minder schnell ausbreitet. Zu den seltenen allgemeinen Vergiftungserscheinungen zählt man: Übelkeit, Erbrechen, Herzklopfen, Krämpfe, eventuell Schwindel und Bewußtseinstrübung.

Erste Hilfe:
Richtlinien für die Patientenbetreuung bei Giftschlangenbissen umfassen allgemeine und vor allem lokale Ruhigstellung. Unbedingt vermieden werden sollten das Aussaugen, Abbinden oder Ausschneiden der Wunde. Eventuell Schocklagerung durchführen. Nächstgelegenen Arzt aufsuchen. Dort wird falls vorhanden ein Antiserum verabreicht.

Vorbeugende Maßnahmen:
Schlangen sind generell sehr scheue Tiere. Herannahende Schritte nehmen sie durch Bodenvibrationen wahr, woraufhin sie in der Regel flüchten. In unübersichtlichen Gebieten sollte man daher stets fest auftreten und nach Möglichkeit Wege benutzen. Falls man eine Schlange erblickt ist ruhiges Verhalten am wichtigsten, das Tier wird die Zeit zum Rückzug nutzen. Besondere Vorsicht ist in gefährdeten Gebieten geboten beim Klettern, Aufheben von Brennholz oder Steinen bzw. nachts.

 

 

 

 

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